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Wichtiges zuerst
An dieser Stelle werden wir in unregelmäßiger Folge
Leserbriefe und Pressemitteilungen des Vorstandes zu den verschiedenen Tierschutz-Themen veröffentlichen.
"Rund 20 tote Tauben entdeckt"
Leserbrief zum Artikel im IKZ, Lokalteil Iserlohn, vom 11. Januar 2012
Fassungslos steht man davor! Ein Mann zieht um, hat "keine Lust mehr" und dreht seinen Tieren einfach den Hals um bzw. reißt ihnen die Köpfe ab! Einfach "nur so" - weil sie im Weg sind - "weg müssen" ! Die Kadaver landen in seiner Mülltonne. Ein schreckliches Blutbad, das ein Mensch anrichtet, der einfach beschließt, dass seine Tiere nun alle sterben müssen.
Wie sie gestorben sind, darüber möchte man gar nicht weiter nachdenken, aber man kann sich ausmalen, dass es gar nicht so einfach ist, einer Taube den Kopf abzureißen bzw. so umzudrehen, so dass sie sofort tot ist!
"Wer ein Tier ohne vernünftigen Grund tötet, begeht eine Straftat", so steht es im Tierschutzgesetz. Der Besitzer ist sich keiner Schuld bewusst. Einen Tag nach Rettung der Tiere, die er "nicht mehr geschafft hatte", kommt er ins Tierheim und erklärt, wo denn eigentlich das Problem sei. Er hätte 40 Jahre Tiere gehabt und das immer so gemacht, wenn es ihm zuviel geworden wäre.
Dank sei der Nachbarin gesagt, die im letzten Moment durch ihre Aufmerksamkeit und den Anruf bei mir, den letzten 4 Tauben und 8 Hühnern damit das Leben rettete!
Tierschützer erleben fast täglich, wie grausam mit Tieren umgegangen wird: Wenn sie lästig werden, müssen sie "weg"! Wohlstandsmüll: Hunde, die im Wald angebunden werden, Kaninchen, die in einem Käfig bei Wind und Wetter hinter einem Müllcontainer abgesetzt werden, Katzen, die in Wohnungen einfach zurück gelassen werden......
So kann und darf man auch nicht mit fühlenden Lebewesen umgehen! Die Täter müssen gefasst und bestraft werden - und dazu braucht der Tierschutzverein die Hilfe der Bevölkerung! Es ist Bürgerpflicht, Verstöße gegen das Tierschutzgesetz umgehend zu melden! Nur damit kann man den leidenden Tieren helfen, denn sie sind den Menschen ausgeliefert. Gott sei Dank wächst die Aufmerksamkeit der Bevölkerung in den letzten Jahren immer mehr, was Tierschutzvergehen betrifft, aber leider werden die Menschen, die ihre Tiere wie einen Haufen Dreck behandeln, nicht weniger!
Der Spruch eines großen indischen Politikers lässt einen nachdenklich werden:
"Die Zivilisation eines Volkes misst sich daran, wie es mit seinen Tieren umgeht"
Barbara Kemper
1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Iserlohn und Umgebung e.V.
"Auf dem Sprung zur Lokalschau"
Leserbrief zum Artikel n der WP vom 25. Oktober 2011, Lokalteil Fröndenberg
Die Aussage des Pressewartes Herr Niederhausen sagt eigentlich schon alles: " Für die Tiere ist es eine willkommene Abwechslung zum Käfigdasein......."
So nämlich sieht das traurige Leben der Kaninchen bei den Züchtern aus: Eingesperrt in Käfige und "Einzelhaft"! Fern von dem Bedürfnis nach Gesellschaft von Artgenossen und dem ausgeprägten Drang nach natürlicher Bewegung, wobei die Betonung auf "natürlich" liegt, wie frei hoppeln, Haken schlagen usw.
Und nun will man, um die Jugend zu begeistern, "Kaninhop" einführen. Über Hürden sollen die Tiere springen, angeleint wie Hunde. Und wenn der ehrgeizige Besitzer im Parcours an der Leine das Kaninchen über die Hürde zieht, gibt es Minuspunkte!
Liebe Kaninchenzüchter, wenn ihr euch schon nicht belehren lasst, bei dem äußerst fragwürdigem Hobby der Zucht allgemein, angesichts der Tatsache, dass die Tierheime in ganz Deutschland vor unerwünschten Kaninchen förmlich überquellen, dann konstruiert nicht noch die Variante einer Tierquälerei und deklariert sie als "willkommene Abwechslung zum Käfigdasein".
Die natürliche Bewegung eines Kaninchens beruht nicht darauf, an einer Leine geführt zu werden oder in regelmäßiger Folge über Hürden bis zu einem Meter Höhe zu springen!
Holt die Tiere endlich aus ihren engen Käfigen, gebt ihnen geräumige Gehege, in denen sie rennen, buddeln, Haken schlagen und sozialen Kontakt zu Artgenossen genießen können - und klärt damit vor allen Dingen die Jugend darüber auf, was es heißt Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen, indem man dem Tier seinen natürlichen Bedürfnissen entsprechend, ein artgerechtes Dasein ermöglicht - und es nicht aus typisch menschlichem Egoismus ausnutzt!
Barbara Kemper - 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Iserlohn und Umgebung e.V.
"Schädliche Schatzsuche im Wald"
Leserbrief zum Artikel auf der Seite "Die Region" in der WP
und dem IKZ vom 3. August 2011
Das sogenannte "Geocaching", bei dem mit Navigationsgeräten eine Art moderne Schnitzeljagd veranstaltet wird, steht in der Kritik. Man befürchtet Schäden an der Natur und Beeinträchtigungen für die Tier- und Pflanzenwelt. Und natürlich sind es ausgerechnet mal wieder die Jäger und ihre Gehilfen, die sich so sehr "sorgen", die nach Verboten und ordnungsbehördlichen Maßnahmen rufen! Gerade die, die den meisten Frevel in der Natur und an den Tieren begehen:
Da werden im Mai während der Aufzucht von Wildjungtieren und Vögeln, ganze Schonungen mit der Kettensäge nieder gemacht, neue Hochsitze werden aufgestellt und dabei rücksichtslos geschützte Pflanzen entfernt, wenn sie im Wege stehen. Alte Hochsitze vergammeln derweil in der Natur. Zum Ansitz fährt man natürlich mit dem dieselbetriebenen Jeep mitten durch den Wald, möglichst direkt bis an den Hochsitz.
Im November bei Eis und Schnee und schlechter Ernährungsgrundlage, werden bei den traditionellen Treibjagden die Tiere schonungslos durch den Wald getrieben. Und da sprechen ausgerechnet Jäger von einer massiven Störung der Tiere in ihrem Fressrythmus durch einzelne Geocacher??
Waren es erst die Pilzsammler, Fahrradfahrer, Reiter oder einfach nur Spaziergänger, die die Jäger am liebsten aus "ihrem" Wald verbannen möchten, sind es jetzt die Geocacher. Doch durch diese harmlosen Gruppen kommen keine Tiere zu Tode. Im Gegensatz dazu steht das Freizeitvergnügen Jagd mit jährlich 10 Millionen erschossenen Tieren! Und auch die Natur, um die sich die Jäger angeblich so sorgen, wird mit 2000 - 4000 Tonnen Blei jährlich in Böden und Gewässern verseucht.
Die Forderung des Präsidenten des Landesjagdverbandes Jochen Borchert und des Vorsitzenden des rheinischen Verbandes der Jagdgenossenschaften, Antonius von Boeselager nach schärferen Gesetzen zur Einschränkung der harmlosen Waldnutzer, ist eine Lachnummer und ein Angriff auf die freiheitliche Ordnung in einer Demokratie - genauso wie das völlig veralterte Bundesjagdgesetz, das in seiner wesentlichen Form aus dem Jahre 1934 herrührt. Das ist das Einzige, was einer Novellierung bedarf - zum strengeren Schutz der Wildtiere und der sie umgebenden Natur, gegenüber einer schießwütigen Gruppe von Freizeitsportlern, die unsere Tier- und Umwelt schwer schädigen!
Barbara Kemper - 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Iserlohn und Umgebung e.V.
"Atemberaubende Show mit fünf Königstigern"
Leserbrief zum Artikel in der Ausgabe vom 20. 7. 2011
"Raubtier"-Shows nicht mehr zeitgemäß!
So - der renommierte Moskauer Cirkus gibt sich also die Ehre und beglückt seine Zuschauer mit Highlight-Darbietungen wie u. a. der "Raubtiershow"! Man darf gespannt sein, denn viele Artisten sind echte Weltklasse! Ich persönlich liebe die internationale Zirkusatmosphäre, und wenn irgend möglich, leiste ich mir ein Ticket.
Leider hat sich offensichtlich bisher weder bei den Zirkus-Chefs noch bei den Veranstaltern herumgesprochen, dass "Raubtier"-Shows nicht mehr zeitgemäß sind, insofern als inzwischen jeder weiß, dass ein Zirkus niemals zum natürlichen Lebensumfeld der "Raubtiere" gehört. Man mag bei größtmöglicher Toleranz unter dem Gesichtspunkt der Arterhaltung die Haltung von Großkatzen in Zoos noch in kauf nehmen, ihre Präsentation im Zirkus dient lediglich dem vermeintlichen Spaß der Zuschauer. Was aber ist daran heute noch vergnüglich?
Noch nicht allzu lange her ist es, da traten deportierte "echte" Indianer zur Belustigung der Zuschauer im Zirkus auf, wurden Menschen mit ungewöhnlicher Physiognomie ausgestellt, weil ihr Anblick bei den Zuschauern "wohliges" Schaudern auslöste. Das Menschenbild hat sich gewandelt, unvorstellbar sind heute solche Veranstaltungen unter dem Aspekt der Würde des Menschen - der des menschlichen Ausstellungsobjektes ebenso wie der des menschlichen Betrachters!
Auch der Blick auf die nichtmenschlichen Geschöpfe hat sich gewandelt. Wir sind längst im 21. Jahrhundert angekommen und wollen keine "Raubtiere" mehr sehen, die in Zelten irgend-welche albernen Spielchen treiben! Niemand möchte mehr Tiere sehen, die gezwungen werden zu einem qualvollen Leben in engen Käfigen, zu Darbietungen, die ihnen voll-kommen wesensfremd sind (gerade das macht den angeblichen Reiz der "Shows" aus), an Orten, die sie niemals freiwillig aufsuchen würden. In diesem Zusammenhang von "liebevoll großgezogen" zu sprechen, ist zynisch und ignorant.
Fast alle europäischen Zoos ebenso wie viele nichteuropäische haben die Zeichen der Zeit erkannt und bieten ihren Großkatzen große, artgerechtere Refugien an, andere arbeiten daran. Seriöse Zirkusse haben die Großkatzen-Nummern schlichtweg abgeschafft, zunehmende Besucherzahlen danken es ihnen.
Sollte ich mich irren und "Raubtier"-Nummern doch noch zum unverzichtbaren Bestandteil des Zirkus-Repertoires gehören, bestehe ich darauf, dass auch wieder "echte" Indianer, Pygmäen, Sonderlinge ausgestellt werden. Wie wäre es mit der Produktion eines "echten" Schrumpfkopfes durch einen "echten" Kopfjäger aus Papua-Neuguinea in der Zirkusarena? Auch der Indianer könnte entsprechend tätig werden. Die Attraktion expandierte zum ultimativen Top-Highlight, wenn die Produkte Schrumpfkopf und Skalp meistbietend unter der Zuschauerschar versteigert werden…
Bis zur Klärung dieser Frage verzichte ich auf den Gewinn einer Freikarte.
Brigitta Kliem
"Atemberaubende Show mit fünf Königstigern"
Leserbrief zum Artikel im IKZ Lokalteil Hemer vom 20.7. 2011
Das Foto spricht Bände: Drei bengalische Königstiger machen "Männchen", weil es die Dompteurin so will. Ob ihnen das Spaß macht? Sicher nicht!
Die Dompteurin hat die Tiger aus dem Safaripark Stukkenbrock erworben und "liebevoll" großgezogen. Und nun hat sie die Tiere, die in der freien Natur ein Riesengebiet durchstreifen, "liebevoll" in enge Käfige gesperrt! Das ist jetzt ihr Leben: Sie werden durch die Welt gekarrt, immer eingesperrt, kennen nur noch ein Dasein hinter Gittern oder ab und zu im grellen Scheinwerferlicht, wo ihnen Leistungen abverlangt werden, die diese majestätischen, wunderschönen Tiere niemals freiwillig machen würden!
Das Leben der Zirkustiere ist wohl unbestritten grausam und je exotischer die Tiere, umso schlimmer ist deren Leiden: Weit weg von auch nur annähernd artgerechtem Leben, denn ein enger Zirkuswagen kann den Tieren keine Unterkunft bieten, sondern nur Qualen - bis zum bitteren, oft nur noch erlösendem Ende!
Mit Freikarten will man Besucher locken, aber jeder Bürger sollte sich darüber im klaren sein, dass er mit seinem Besuch in einem Zirkus, der Tiere - besonders die exotischen - zur Schau stellt, unsagbares Leid und Tierqual unterstützt und fördert!
Barbara Kemper
1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Iserlohn und Umgebung e.V.
Leserbrief zu den Leserbriefen
Moral absurd
Die Ausführungen in dem erstgenannten Leserbrief, in dem die Segnung unserer tierischen Mitgeschöpfe im Tiergottesdienst als "Abschied von der Moral" gegeißelt wurde, hatten mir zunächst nachhaltig die Sprache verschlagen! Erst durch die Lektüre der Antwort darauf in der heutigen Ausgabe der WR habe ich sie endlich wiedergefunden!
Die Kritikerin des Tiergottesdienstes beruft sich auf diverse Psalmen im Alten Testament und erkennt darin offensichtlich die Sprache und den Willen Gottes in Bezug auf die absolute Herrschaft des Menschen über den Rest der Schöpfung.
Ich kenne ihren Gott nicht, weiß aber definitiv, dass er persönlich als Verfasser des Alten Testamentes nicht in Frage kommt. Das waren vielmehr über mehrere Jahrhunderte hinweg nachweislich Vertreter diverser Priesterkasten des 2. Jahrtausends vor Christus, die sich mit ihren Botschaften an ihre Zeitgenossen wandten, um diese zur Abkehr von einer großen, un-übersichtlichen Schar von Göttern und zur Hinwendung zu einem einzigen Gott zu bewegen. Klar, dass sie ihre Adressaten in einer Art und Weise ansprachen, die diese verstanden. Irgendwie verständlich auch, dass sie ihnen im Namen dieses einen Gottes erlaubten, sich mordend und brandschatzend fremdes Land anzueignen. Das Alte Testament enthält dement-sprechend nicht nur fromme Psalmlieder, sondern ebenso zahllose Berichte über schlimmste Gräueltaten.
Dass auch einige heutige Zeitgenossen meinen, sie seien die Adressaten alttestamentlicher Botschaften, sei ihnen unbenommen; Irrtum und Hirnfraß sind nicht strafbar. Die Folgen sind allerdings weitreichend:
Das Christentum gab es seinerzeit noch nicht, es hat aber ein schreckliches Erbe angetreten. Herr Quasdorf zählt in seinem Leserbrief zu Recht zahlreiche, zum Teil entsetzlichste Ver-brechen von Christen gegen die gesamte Schöpfung Gottes bis in die Gegenwart hinein auf, ohne dabei den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Und dann setzt sich eine Dame hin und erkennt allen Ernstes die Abkehr von der Moral in der Segnung von Gottes Geschöpfen im Gottesdienst! Kann man noch weiter von seinem Gott entfernt sein?
Liebe Dame, sollte Ihr Gott so gestrickt sein, wie Sie ihn zwischen Ihren bodenlosen Zeilen beschreiben, dürfte er sich längst schaudernd von Ihnen abgewandt haben! Lesen Sie zu Ihrer hoffentlich noch möglichen Rettung doch mal das Neue Testament und gleich im Anschluss daran Werke der klassischen Aufklärung! Vielleicht vermittelt Ihnen die Lektüre eine Ahnung dessen, was Moral und Anstand tatsächlich sind bzw. was ihre Abwesenheit bewirkt. Und dann gehen Sie ins örtliche Tierheim und bieten dort reumütig Ihre Hilfe an!
Möge Ihr Gott barmherzig sein und Ihnen Absolution erteilen!
Brigitta Kliem
Pressemitteilung zum bevorstehenden Osterfest
Zum bevorstehenden Osterfest erinnert der Tierschutzverein Iserlohn und Umgebung e.V. noch einmal dringend an die gesetzlich vorgeschriebene Umschichtung der Osterfeuer kurz vor dem Anzünden. Viele Kleintiere und bodenbrütende Vögel schlüpfen in die oft schon vor Wochen aufgeschichteten Reisighaufen und sterben sonst einen jämmerlichen Flammentod. Gerade dieses Jahr, wo das Osterfest so extrem spät im Kalender liegt und viele Vögel schon Eier fertig ausgebrütet haben, sollte am besten erst kurz vor dem Anzünden das Reisig zusammengetragen werden, denn auch durch das Umschichten werden sonst schon vorhandene Nester mit der Brut oder sogar noch nicht flügge gewordene Jungvögel zerstört.
Weiterhin bittet der Tierschutzverein zum Osterfest keine Eier mit der Kennzeichnung "3" zu kaufen, denn diese stammen aus der so genannten Kleinvoilierenhaltung, die aber nichts anderes als Käfighaltung bedeutet, bei der die Tiere in drangvoller Enge, im Dunkeln auf Drahtrosten ihr Leben fristen müssen. Am besten Bio-Eier kaufen, sie stammen aus artgerechter Haltung und schmecken auch besser.
Immer wieder werden auch zu Ostern "lebende Osterhasen" verschenkt. Nach dem Fest quellen die Tierheime wieder über von abgegebenen, lästig gewordenen Zwergkaninchen. Hier gilt das gleiche Prinzip wie bei den tierischen Weihnachtsgeschenken: Die Anschaffung eines Tieres muss wohl überlegt sein, denn es ist ein Lebewesen, für das man viele Jahre Verantwortung übernimmt. Hohe Ansprüche an artgerechte Unterkunft, Versorgung, Gesellschaft und das für viele Jahre, machen es nötig, genau zu überlegen, ob man dies alles bieten kann und die ganze Familie auch dahinter steht. Ist man sich wirklich einig, bitte immer zuerst im Tierheim Ausschau halten. Dort sitzen viele liebenswerte Geschöpfe, die auf ein schönes Zuhause warten.
Und zu guter Letzt weist der Tierschutzverein noch einmal auf das gesetzliche Rodungsverbot von Hecken und Gehölzen hin. Vom 1. März bis 30. September heißt es auf radikale Sägearbeiten im Garten zu verzichten, denn die Vögel sollen genügend Schutz und Möglichkeiten haben, Nester anzulegen und in Ruhe zu brüten.
Barbara Kemper
1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Iserlohn und Umgebung e.V.
"Hier kommen die bunten Ostereier her!"
Leserbrief zum Artikel im Lokalteil des IKZ vom 7. April 2011
Die "Osteridylle" scheint perfekt: viele bunte Eier, gut gelaunte Mütter mit lachenden Kindern auf dem Arm und an der Hand. Und Spaß hatten sie - an den Tieren auf dem Hof. Doch die Idylle trügt!
Ob der agrarindustrielle Eierproduzent Herr Emde den Kindern seine grauenvollen, dunklen Produktionshallen, in denen zehntausende Legehennen ein jämmerliches Dasein fristen, wohl auch gezeigt hat? Sicher nicht, denn hier ist schon für Erwachsene der Zutritt verboten - und die Kinder hätten auch nicht mehr gelacht!
Man kann nur immer wieder an die Verbraucher appellieren, sich nicht von der schönen Scheinwelt der Eierproduzenten täuschen zu lassen, die das bevorstehende Osterfest gerne nutzen, um für sich die Werbetrommel zu rühren. Es handelt sich hier um nichts anderes, als elende, profitorientierte Massentierhaltung, die sich gut versteckt vor der Öffentlichkeit, im Hintergrund des bunten Treibens der vorgespielten, bäuerlichen Landidylle abspielt.
Barbara Kemper
1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Iserlohn und Umgebung e.V.
"Petrikirche: Noch 63.000 Euro erforderlich"
Leserbrief zum Artikel in der WP vom 22. März 2011, In der Nachbarschaft
Der St. Petri Kirchenvorstand bittet um Spenden für die Dacherneuerung ihrer Kirche, die 410.000 Euro kostet. Wir erinnern: Die St. Petri Kirche ist Eigentümerin des Grundstücks, auf dem ein Alkoholkranker jahrelang Tiere unter unsagbar erbärmlichen Zuständen hielt - mit Wissen der Kirche, es wurde von ihr stillschweigend zugesehen. (Die WP berichtete)
Bis vor wenigen Wochen die 111 Tiere von der Peta Tierrechtsorganisation (1000 Euro) und dem Tierschutzverein Iserlohn für 200 Euro frei gekauft und dem Leid damit nach 30 Jahren endlich ein Ende bereitet wurde.
Die vor wenigen Tagen gestellte Anfrage des Tierschutzvereins Iserlohn an die Kirche nach einer Kostenbeteiligung für den Freikauf der furchtbar gequälten Tiere, wurde mit einem arroganten Brief abgeschmettert.
Auf der einen Seite opfert der Tierschutzverein aus seinen mehr als spärlichen Zuwendungen, ohne zu zögern 200 Euro, um Tiere (Lebewesen!) zu retten, weil diejenigen, die es in der Hand hätten, nicht tun. Auf der anderen Seite wird vom Kirchenvorstand um Spenden für die aufwändige Dacherneuerung der Kirche in Höhe von 410.000 Euro geworben!
Die völlige Unverhältnismäßigkeit dieser Angelegenheit bedarf keiner Worte, es macht einen sprachlos! Jeder potenzielle Spender sollte sich immer gründlich überlegen, an wen und für was er spendet.
Barbara Kemper
1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Iserlohn und Umgebung e.V.
"Hähnchenmastbetrieb im Osterfeld geplant"
Leserbrief zum Artikel im Lokalteil der WP vom 12.2. und
zur Stellungnahme Andreas Salmen, GAL vom 14.2.2011
In Fröndenberg-Warmen will ein bekannter Massentierhalter seinen Legehennenbetrieb erweitern und in Menden-Bösperde plant ein Landwirt ein zweites Standbein neben dem Ackerbau, mit der Errichtung eines Hähnchenmastbetriebes mit 79.800 Tieren. Mit dieser Zahl bleibt er dann knapp unter der Zahl, die ein aufwändiges Genehmigungsverfahren mit Bürgerbeteiligung erforderlich machen würde. (ab 80.000 Tieren). Was für eine Bauernschläue legt Herr Freiherr von Gemmingen da an den Tag! Wenn er seine planungsrechtliche Genehmigung erhalten sollte, zählt dann bei Eröffnung dieses Massentierhaltungsbetriebes auch jemand die Hähnchen nach?
Dass immer mehr Bürger und auch Politiker fordern, "weg von den äußerst tierquälerischen Agrarfabriken, in denen Millionen Tiere auf engstem Raum furchtbar leiden, hin zu einer tierschutzkonformen und umweltverträglichen Landwirtschaft", scheint die Betreiber dieser Produktionsstätten, in denen das Tier kein Tier, sondern nur noch eine Sache zur Profiterzeugung ist, nicht zu interessieren. Und es interessiert sie auch nicht, dass immer mehr kleinere landwirtschaftliche Familienunternehmen, die bemüht sind, eine artgerechtere Tierhaltung zu betreiben, der Konkurrenz dieser Agrarfabriken nicht mehr gewachsen sind und aufgeben. Ein Skandal!
Herr Salmen von der GAL schildert in seiner Stellungnahme drastisch die Details und Auswirkungen, die ein solch tierverachtendes Projekt auch für die Umwelt mit sich bringen wird und führt die fadenscheinigen Argumente des Herrn Freiherr von Gemmingen ad absurdum!
Man kann nur hoffen, dass Politiker und Bürger mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, die Entstehung dieses Projekts verhindern, denn solche "Tierfabriken", mit einer Jahresproduktion von 600.000 Tieren (!) haben nicht nur nichts auf dem Gebiet der Stadt Menden verloren, wie die GAL fordert, sondern nirgendwo in Deutschland! Und es gilt wie immer das Prinzip: Der Verbraucher hat die Macht!
Barbara Kemper
1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Iserlohn und Umgebung e.V.
"Hüstener legt sich neue Tiere zu"
Leserbrief zum Artikel in der WP Menden, Lokalteil "Aus der Nachbarschaft" vom 26.2.2011
Der Kirchenvorstand St. Petri will nun einen Schlussstrich unter die unglaublichen Tierquälereien ziehen, die sich auf dem Grundstück der katholischen Kirche abspielten. Warum brauchte die Kirche für diese Entscheidung 30 (!!) Jahre?
Viele Zeugen berichteten uns in den vergangenen Wochen, dass sie jahrzehntelang auf die Tierquälereien hingewiesen haben, immer wieder Tiere frei kauften, der Kirchenvorstand sehr wohl von allem Leid wusste und tatenlos zugesehen habe. Wie viele Tiere mussten in all den Jahren jämmerlich leiden und sterben, weil alle, von den Behörden bis hin zur katholischen Kirche, nichts unternahmen? Es ist unfassbar, unglaublich!!
Ja, es mag sehr wohl auch ein menschliches Schicksal hinter dem Tierbesitzer Walter B. stehen, aber das rechtfertigt doch nicht das, was mit den Tieren passiert ist! Tiere sind genauso Lebewesen und Geschöpfe Gottes, wie Menschen - und sie sind hilflos dem ausgeliefert, was der Mensch ihnen antut! Das sollte die katholische Kirche nicht vergessen! Hat sie aber, denn für sie wäre es als Eigentümer des Grundstücks ein Leichtes gewesen, die Tragödie schon vor Jahren zu beenden!
"Uns liegt daran, dass die Situation geklärt ist", erklärte Pastor Dietmar Röttger. Was für eine kalte, nüchterne Betrachtungsweise für einen Kirchenmenschen, bei der es doch um leidende Mitgeschöpfe geht! Die katholische Kirche ist ja mittlerweile geschult darin, "unschöne" Angelegenheiten unter den Tisch zu kehren!
Barbara Kemper
1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Iserlohn und Umgebung e.V.
"Tiere gehalten wie in der Folterkammer"
Leserbrief zum Artikel in der WP vom 12. Februar 2011 (Lokalteil "Aus der Nachbarschaft")
Der Bericht ist erschütternd: Das, was die Tierschutzorganisation "Peta" bei einem Züchter in Hüsten entdeckte, lässt einen schaudern: Tote Kaninchen und Hühner, die lebenden sitzen im eigenen Kot auf den verendeten Artgenossen, ohne Futter und Wasser, Dreck, Bierflaschen.... Und der Besitzer? Trotz Strafanzeige wegen Tierquälerei will er weiter züchten, bezeichnet sich als "Opfer eines Rufmordes"!
Es ist leider kein Einzelfall: Das Leid, dass sich in vielen Schrebergärten, in dunklen Schuppen, meist versteckt vor der Öffentlichkeit abspielt, kennt keine Grenzen! Immer häufiger werden Tierschützer damit konfrontiert, dass gerade Kleintiere wie Kaninchen, Hühner, Enten usw. von Züchtern als "Geld-Nebenquelle" oder zur Fleischversorgung unter unerträglichen Bedingungen gehalten und misshandelt werden. Oft werden sie nur durch Zufall entdeckt und das unsägliche Leid dauert jahrelang.
Die Strafen für solche Vergehen sind viel zu gering! Bei den meisten Verkehrsdelikten wird härter durch gegriffen. Die Behörden sollten ihr Recht nutzen und die überlebenden Tiere, die Höllenqualen durchlitten, umgehend beschlagnahmen!
Es gilt aber auch noch einmal darauf hinzuweisen, dass Bürger ihre Augen offen halten und Verstöße gegen das Tierschutzgesetz umgehend den Behörden oder Tierschutzvereinen melden! Man darf nicht wegsehen bei so einem Unrecht, es ist Bürgerpflicht - und wir sind es den Tieren schuldig!
Barbara Kemper
1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Iserlohn und Umgebung e.V.
Nicht nur den Taschenrechner benutzen!
Leserbrief zum Artikel in der Westfälischen Rundschau vom 10. 12. 2010
Die Stadt Hemer plant also eine gravierende Erhöhung der Steuer für die so genannten "Kampfhunde" und will darüber bereits am kommenden Dienstag im Rat abstimmen.
Zum Beweis der Rechtmäßigkeit dieses Vorhabens wird ein Urteilsspruch des Ober-verwaltungsgerichts Münster angeführt sowie auf unrühmliche Beispiele aus der näheren und weiteren Umgebung verwiesen. Aber die Erwartung, über den Mehrbetrag von 450 Euro pro Hund und mehr (bei der Haltung mehrerer "Kampfhunde" 720 € pro Hund) auf zusätzliche Einnahmen 31.500 € pro Jahr zu kommen, dürfte sich sehr schnell als trügerisch erweisen. Möglicherweise würde die Stadt sogar draufzahlen.
Die Erfahrung der Vergangenheit zeigt nämlich, dass die Besitzer der "Kampfhunde" in den wenigsten Fällen in der Lage waren, einen so hohen Betrag aufzubringen; einige waren auch nicht willens. So landeten die Opfer dieser Besteuerung in den diversen Tierheimen, wo sie nicht nur als Dauerinsassen ein trauriges Dasein ohne jede Chance auf ein neues Zuhause fristen, sondern oft bis an ihr Lebensende Kosten verursachen. Wird der Hund alt und krank, steigen die Kosten mitunter immens. Dafür aufkommen muss der Steuerzahler. Ein Blick in das für Hemer zuständige Tierheim Iserlohn zeigt: Etwa die Hälfte der dortigen Hunde sind Langzeitinsassen im o. g. Sinne. Sie haben das Tierheim an die Grenze seiner Aufnahme-kapazität und teilweise darüber hinaus gebracht. Im Lüdenscheider Tierheim ist die Lage ähnlich. Die absurd hohe Besteuerung der so genannten "Kampfhunde" in vielen Städten und Gemeinden dient(e) demzufolge auch nicht zur Erhöhung der städtischen Einnahmen, sondern zur Haltungs-Abschreckung. Darauf, dass die Klassifizierung einiger weniger Hunderassen als prinzipiell gefährlich rein willkürlich erfolgte und jeder sachlichen Grundlage entbehrt, will ich hier nicht näher eingehen.
Nach dem "Hundegesetz NRW" sind die Züchtung und der Neuerwerb eines so genannten "Kampfhundes" aus privaten Gründen in Nordrhein-Westfalen schlicht ausgeschlossen. Lediglich der Nachweis des öffentlichen Interesses erlaubt hier eine Ausnahme. Bemerkenswerter Weise besteht das einzige öffentliche Interesse an der privaten Haltung eines so genannten "Kampfhundes" darin, diesen aus einem Tierheim heraus zu vermitteln und damit der Stadt bzw. Gemeinde die weiteren Kosten für Unterbringung und Versorgung des Hundes zu ersparen. Das Ganze nun umzudrehen, wäre absurd! Dabei stellen die maximal zu erwartenden 31.500 Euro Mehreinnahmen ohnehin im Gesamtetat der Stadt eine geradezu lächerliche Größe dar!
Ganz außer Acht lässt die Beschlussvorlage des Haupt- und Finanzausschusses den Tier-schutzgedanken, dessen Verfolgung ich neben anderen Aufgaben bei gewählten Vertretern aller Bürger erwarte. Die Tierheime suchen Hände ringend - und leider oft genug vergeblich - Menschen, die bereit sind, einen der sogenannten "Kampfhunde" unter der Einhaltung der sehr hohen Auflagen zu adoptieren. Wer sollte dazu noch bereit sein, wenn er keinerlei Unterstützung erhält, sondern "zur Strafe" eine derart hohe Steuer auferlegt bekommt?
Die zur Zeit im Einzugsgebiet Hemer lebenden "Kampfhunde" sind registriert, kontrolliert, zumeist vollkommen harmlos und liebenswert und befinden sich im Besitz verantwortungs-bewusster Halter, die die sehr hohen Auflagen erfüllen. Das Vorhaben der Stadt würde die meisten von ihnen ihrer familiären Umgebung und der bisher erfahrenen menschlichen Zuwendung und Liebe ent-reißen und der Anonymität und Einsamkeit einer Tierheim-Box ausliefern - ohne dass es für irgend jemanden irgendeinen Nutzen hätte. Aber wie viel menschliches und tierisches Leid würde damit unnötiger Weise verursacht! Der Gedanke daran ist nicht nur in der Vor-weihnachtszeit äußerst bestürzend!
Die Legalität der geplanten Strafbesteuerung ziehe ich nicht in Zweifel, ihre Legitimität und Sinnhaftigkeit durchaus. Die Stadträte sollten Taschenrechner und Beschlussvorlage beiseite legen und sowohl wirtschaftliche als auch Tier schützende Vernunft walten lassen.
Brigitta Kliem, Iserlohn
Keine unüberlegten, tierischen Geschenke unterm Weihnachtsbaum
Der Tierschutzverein Iserlohn und Umgebung e.V. warnt noch einmal dringend davor, Tiere zu Weihnachten zu verschenken! Mit einem Tier, egal welcher Art, übernimmt man eine große Verantwortung. Man muss ihm ein artgerechtes Dasein, Zuwendung und viel Aufmerksamkeit schenken - und das für viele Jahre. Jeder, der sich für ein Tier entscheidet, muss wissen, dass z.B. die Tierarztkosten, in kürzester Zeit den Anschaffungspreis bei weitem übersteigen können. Und auch gravierende Einschränkungen im Freizeitbereich werden erforderlich, um einem Tier gerecht zu werden. Darüber denken viele Menschen nicht nach, wenn sie einen süßen Hundewelpen oder ein flauschiges Kaninchenbaby im Tierhandel sehen.
Und die leidtragenden sind die Tiere - nach Weihnachten! Wenn sie gewachsen sind, nicht mehr so niedlich, ihren täglichen Spaziergang oder Unterkunftssäuberung einfordern. Wenn mehrere Wochen tägliche Besuche beim Tierarzt Zeit erfordern und Kosten verursachen, wenn die Kinder das Interesse am "Weihnachtsgeschenk" zu Ostern längst verloren haben, dann werden diese Tiere oft ins Tierheim abgeschoben - im besten Fall - denn viele werden auch einfach ausgesetzt - ein gravierender Gesetzesverstoß! Und die meisten überleben nur mit viel Glück, wenn sie rechtzeitig gefunden werden.
Jeder, der ein Tier anschaffen möchte, sollte sich über die riesige Verantwortung im Klaren sein und vor einem eventuellen Kauf, zuerst im Tierheim umschauen. Viele tierische Insassen warten dort sehnsüchtig auf ein neues Zuhause. Dem Märchen von Tieren aus dem Tierheim, die alle verhaltensgestört sind, sollte man keinesfalls mehr glauben. Es gibt dort so viele liebenswerte, zutrauliche und dankbare Geschöpfe, die einfach nur von Menschen abgeschoben wurden, die sie unüberlegt angeschafft haben. Ein Tier aus dem Tierheim zu übernehmen, nach reiflicher Überlegung und guter Beratung, leistet einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz, bei dem Tier und Mensch zusammen für viele Jahre glücklich sein können.
In diesem Sinne wünscht der Tierschutzverein Iserlohn "Frohe Weihnachten"!
Barbara Kemper
1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Iserlohn und Umgebung e.V.
Leserbrief zum Artikel "SPD-Christen: Weihnachtsmann im Regal lassen"
im Lokalteil der WP vom 19.11.2010-11-19
Als ich den Artikel gelesen habe, dachte ich, es handelt sich um einen vorgezogenen Aprilscherz. Die SPD-Christen fordern alle Mendener auf, "normale" Schoko-Nikoläuse im Regal zu lassen und nur noch die "echten" mit Bischofsmütze und Mitra zu kaufen. Haben wir eigentlich keine anderen Sorgen? Wem will man damit helfen?
Und wenn dahinter der Gedanke steht, ein kritisches Hinterfragen von Konsumverhalten publik zu machen, dann wäre es gerade zur Weihnachtszeit viel sinnvoller, die Bürger aufzufordern angesichts des millionenfachen Tierleids, Fleisch aus Massentierhaltung in den großen Supermärkten im Regal zu lassen! Damit kann man wenigstens noch den Tieren helfen, denn Schoko-Nikoläuse kennen keinen Schmerz!
Barbara Kemper
1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Iserlohn und Umgebung e.V.
Leserbrief zum Artikel "Das Tier ist der Mittelpunkt"
im Lokalteil der WP vom 16.11.2010
Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man schmunzeln: Bei ihrem Bericht über die Lokalschau versuchen sich die Kaninchenzüchter erneut mit viel fadenscheinigen Argumenten zu rechtfertigen, dass doch bei der Zucht und Ausstellung alles ganz "artgerecht" und "naturnah" zugehe!
Artgerechte Kaninchenhaltung bedeutet dauerhaftes Zusammenhalten von mindestens 2 Kaninchen, die sich mögen, dauerhaft untergebracht in einem mindestens mehrere Quadratmeter großen, äußerst geräumigen Gehege, in dem es den Tieren möglich ist, in der Erde zu buddeln und zu graben. (Fellverschmutzung!)
Diese Haltung, die einzige bei der die Tiere glücklich sein können, widerspricht völlig der Praxis der Zucht und Ausstellung zur Preiserlangung! Denn hier werden Tiere zur Verpaarung ausgewählt, die bestimmte Zuchtmerkmale erfüllen müssen. Ob sich die Tiere mögen oder nicht, darauf wird keine Rücksicht genommen. Sie werden ja auch nur kurz zur Vermehrung zusammen gesetzt und dann getrennt. Der Bock sitzt wieder allein in seiner Bucht, die Häsin ebenfalls und darf auf den Nachwuchs warten. Erreicht ein Tier das Zuchtziel nicht, wird es "aussortiert".
Ich würde gerne den Züchter kennenlernen, der alle seine Tiere, meist sind es 40 - über 100 an der Zahl, dauerhaft, in Gruppen in großen Gehegen untergebracht hat!
Die Kaninchenzucht kann nur mit Boxen- und Einzelhaltung funktionieren - und die ist nun mal alles andere als artgerecht! Die Kaninchenzüchter sollten endlich wenigstens so ehrlich sein und zu dem stehen, was sie da treiben: Zucht ist das Gegenteil von artgerechter Haltung, das Tier ist der Mittelpunkt, Mittel zum Zweck!
Barbara Kemper
1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Iserlohn und Umgebung e.V.
Leserbrief zum Artikel "Manege frei für Zirkus Hansa Wunderland"
Im Lokalteil des IKZ vom 12.11.2010
Der Bericht klingt nach Zirkusromantik pur. Bunte Lichter in der Manege und Musik, ein tapsiger Clown ergreift die Flucht vor einem rasenden Pony und bringt die Kinder zum Lachen.
Doch hinter dieser fröhlichen Scheinwelt verbirgt sich etwas, was die Kinder und Zuschauer nicht sehen können: Das traurige Dasein, das Zirkustiere führen! Ihr ganzes Leben werden sie in engen Wagen durch die Welt gekarrt. Sie stehen angepflockt auf tristem Asphalt oder matschiger Erde und warten auf ihren Auftritt nachmittags und abends im grellen Scheinwerferlicht, bei ohrenbetäubender Musik. Von grünen Wiesen mit endloser Weite, vom freien, übermütigen Herumtollen in der Sonne und geräumigen Ställen, können sie nur träumen! Artgerechte Haltung? Fehlanzeige! Ganz zu schweigen von der tierquälerischen Haltung der Exoten, die aus Sicherheitsgründen nie ihre engen Zirkuswagen verlassen können!
Das Schaustellerleben sei nicht leicht, sagt der Zirkusorganisator Eugen Neigert, aber man wäre zufrieden.
Das Leben der Zirkustiere ist schwer - und sie leiden!
Barbara Kemper
1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Iserlohn und Umgebung e.V.
Leserbrief zur Meldung "Horrorbilder hinter der Stalltür"
in der WP "Die Region" vom 12. Oktober 2010
Mehr als 20 Tiere ließ ein Arbeitsloser aus Olpe jämmerlich verhungern und verdursten. Das Gericht verurteilte ihn zu sechs Monaten auf Bewährung und 150 Sozialstunden.
Eine Seite weiter liest man, dass ein notorischer Schwarzfahrer für fünf Monate (!) in Haft geht, da er die Geldstrafe von mehr als 3000 Euro nicht aufbringen kann.
Das Staatsziel Tierschutz, seit 2002 im Grundgesetz verankert, wird durch solche unverhältnismäßigen Urteile, die immer wieder zu verzeichnen sind, mit Füßen getreten!
Barbara Kemper
1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Iserlohn und Umgebung e.V.
Leserbrief zum Artikel "Erfahrene Hasen und prämierte Kaninchen"
im Lokalteil der WP vom 28. September 2010
Und wieder einmal versuchen die Kaninchenzüchter für ihr mehr als fragwürdiges Hobby- sie bezeichnen es sogar als "Leidenschaft"- die Werbetrommel zu rühren, und um den fehlenden Züchternachwuchs zu buhlen. Und wenn man sich den Text genau anschaut, dann beschreibt er sehr treffend, dass es sich hier nicht um Liebe zum Tier handeln kann. Schon die ersten beiden Sätze in dem Artikel, bei denen jeden echten Tierfreund das Grauen packt, zeigen eindrucksvoll, was wirklich hinter der "schönen" Fassade der Kaninchenzucht steckt. Ich zitiere: Theodor Dülberg zieht den Weißen Neuseeländer an den Löffeln. Das gut trainierte Kaninchen steht stramm wie ein Soldat beim Staatsempfang. "Das muss so sein," sagt Theo Dülberg. Oder weiter: Die Kaninchen haben keine Namen, dafür sind es zu viele.
Mit Leidenschaft an den Ohren zu ziehen, mit Leidenschaft Kaninchen völlig entgegen ihrer Art und ihren Bedürfnissen in "Einzelhaft" in engen Züchterboxen zu halten und am laufenden Band Nachwuchs zu produzieren. Mit Leidenschaft bei äußerlichen Fehlern, die dem Zuchtstandart widersprechen, diesen Tieren dann als wertlose Geschöpfe das Fell über die Ohren zu ziehen, um es zu Puppenkleidung zu verarbeiten.
Das Tier wird nicht um seiner selbst Willen geliebt, sondern mit Leidenschaft reduziert auf die Sache oder Ware, die Preise und Ruhm bringen muss. Die Beziehung zwischen Mensch und Tier beruht auf einer rein egoistischen Basis.
Und deswegen ist es zu begrüßen, dass sich die heutige Jugend nicht mehr für so ein ausschließlich kommerziell geprägtes Hobby interessiert, denn welche äußerst zweifelhaften Werte leben die Züchter den Kindern damit vor? Respekt vor dem Lebewesen, wenn Tiere getötet werden, nur weil sie nicht einem Schönheitsideal entsprechen?
Es ist dringend notwendig, Kindern so früh wie möglich die Liebe, Achtung und uneingeschränkte Akzeptanz von jedem Lebewesen mit all seinen Fehlern, beizubringen. Das lernen sie aber bestimmt nicht bei den Kaninchenzüchtern, sondern bei den Tierschutzorganisationen und den angeschlossenen Tierheimen.
Barbara Kemper
1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Iserlohn und Umgebung e.V.
Leserbrief zum Artikel "Eine Modereise um die Welt"
im Lokalteil der WP vom Freitag, den 30.7.2010
Zur Veranstaltung "Menden a la carte" organisiert Frau Brunhilde Rieber wieder eine Modenschau. Und mit Befremden und Grausen liest man, dass auch Pelze vorgeführt werden sollen. Hat Frau Rieber eigentlich schon realisiert, dass wir nicht mehr in einem Zeitalter leben, in dem man auf Pelze wegen ihrer wärmenden Wirkung angewiesen ist? Wunderschöne, kuschelige und modische Kunstpelze werden in großer Auswahl von seriösen Geschäften angeboten. Und wunderschön und kuschelig sind auch sicher die echten Pelze, nur dass an diesen das tragische, unendliche Leid der grausam gequälten Pelztiere klebt!
Nerze, Silberfüchse, Kaninchen oder die putzigen, wie Micky - Mäuse aussehenden Chinchillas fristen ein entsetzliches Dasein auf den Pelztierfarmen. Eingezwängt in winzige Käfige, ohne jede Beschäftigungs- oder Bewegungsmöglichkeit, auf Rosten sitzend, mit Pfötchen, die oft bis auf die Knochen offen sind, warten sie auf die grausame Vergasung, denn das Fell darf ja nicht durch eine Kugel beschädigt werden. Der Todeskampf durch Ersticken dauert bis zu einer halben Stunde.
Wer jemals eine Pelztierfarm besucht hat, wird nie wieder einen Pelz tragen wollen! Und nicht umsonst kämpfen nicht nur Tierschützer, sondern auch Politiker und viele Prominente dafür, dass Pelztierfarmen verboten werden, denn es nicht einzusehen, wieso Tiere so grausam "leben" und sterben müssen, nur damit "Frau" sich aus purer Eitelkeit und Selbstsucht ein totes Tier um den Hals legen kann.
Immer mehr Menschen lehnen das völlig unnötige, grausame Geschäft des Pelztierhandels ab und empörte Anrufe erreichten uns, seitdem der Artikel erschienen ist.
Ich selbst bin auch ab und zu Kundin bei Frau Rieber, werde aber, wie viele andere auch, die das schon angekündigt haben, ihr Geschäft meiden, solange sie den tierquälerischen und tierverachtenden Pelztierhandel unterstützt.
Barbara Kemper
1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Iserlohn und Umgebung e.V.
Leserbrief zum Artikel "Wildsau war der Renner beim Schützenfest Ardey"
im Fröndenberger Lokalteil der WP vom 17. Mai 2010
In dem Artikel wird u.a. berichtet, man hätte eine ganz besondere "Überraschung" für den Sonntag, ich zitiere wörtlich: "Eine Wildsau, geschossen von Hobbyjäger Reinhard Jeschkeit, drehte sich bereits am Morgen auf dem Grillspieß". Und weiter: "Bestens durchgegrillt wartete bereits das 35- Kilo-Wildschwein am Spieß."
In der Tat eine Überraschung, denn kennt der Hobbyjäger Herr Jeschkeit eigentlich die gesetzlichen Jagd- und Schonzeiten in NRW? Laut Jagdzeitenverordnung vom 1. Dezember 2006, hat Schwarzwild - bis auf Frischlinge - z. Zt. Schonzeit. Jagdzeit ist vom 1. August bis 31. Januar.
Offensichtlich macht hier ein "Hobbyjäger" seinem Status wieder alle Ehre. Der Tierschutzverein Iserlohn und Umgebung e.V. hat die Angelegenheit zur Überprüfung der Jagdbehörde zur Kenntnis übermittelt und gleichzeitig Anzeige erstattet.
Barbara Kemper
1. Vorsitzende des Tierschutzverein Iserlohn und Umgebung e.V.
Stellungnahme zum Leserbrief von Herrn Dr. Joachim Kirchhoff, zum Thema
"Sind Landwirte Naturfreunde" in der Lokalausgabe der WP vom 11. Mai 2010
Man kann Herrn Dr. Kirchhoff zu seinem Leserbrief nur gratulieren! Endlich spricht jemand die schon längst fällige Kritik zum Verhalten der Landwirte klar und deutlich aus, die ja angeblich immer aus "Liebe zum Tier und der Natur" handeln und sich deswegen ihren Job als Berufung auserkoren haben. Die Umweltfrevel, die mit Genehmigung, ja sogar Unterstützung des Gesetzgebers begangen werden, sind ungeheuerlich. Gefördert werden sie, wie Herr Dr. Kirchhoff schon treffend bemerkt hat, durch fehlende vernünftige, bzw. falsche Subventionen. Die Leidtragenden sind, wie immer, wenn es ums Geld geht, die Tiere und die Natur.
Und auch bei den Forstwirten ist die gleiche Situation zu finden. Auch sie bezeichnen sich als die Natur- und Tierfreunde schlechthin. Was Herr Dr. Kirchhoff mit der Abholzung eines gesamten Baumbestandes auf der Platten Heide mitten in der Brutzeit der Vögel beschreibt, passierte von Anfang April bis Mai dieses Jahres, auch in Oesbern, in der Wolfskuhle. Hier wurde eine umfangreiche Tannenschonung in der Brutzeit der Vögel dem Erdboden gleichgemacht. Ich konnte an dem Tag beobachten, wie einige Vögel verzweifelt um die gefällten Tannen flatterten. (Die WP berichtete) Was aber noch viel schlimmer war: Man ließ die gefällten Tannen einschließlich Zweigen liegen, so dass die Vögel erneut Nester bauten.
Nach 3 Wochen kamen Waldwirtschaftsmaschinen und türmten die Tannen 20 Meter weiter zu einer riesigen Hecke auf. Wieder sah ich aufgeregte Vogeleltern um ihre Brut kämpfen. Die Krönung erfolgte dann dadurch, dass man die 4 Meter hohe und 50 Meter lange, dichte Tannenhecke erneut liegen ließ und ich nach ein paar Tagen beobachtete, wie Vögel fleißig hinein und heraus flogen
Nach ca. 2 Wochen kamen Maschinen, die mit ihren Greifarmen mehrere Tannen auf einmal fassten und in die Schredder führten
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Eine Tiertragödie erschreckenden Ausmaßes, die sich über mehrere Wochen hinzog, dreimal Brut von Vögeln vernichtete, absolut unnötig war, denn man hätte diese Aktion genauso gut einige Wochen vor Brutbeginn durchführen können, verursacht von großen "Natur- und Tierfreunden", einer bekannten Forstverwaltung im Raum Hemer/Menden.
Barbara Kemper
1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Iserlohn und Umgebung e.V.
Im Frühling an den Vogelschutz denken
Unter dem langen, extrem harten Winter haben nicht nur die Menschen, sondern vor allen Dingen die Wildtiere gelitten. Viele Vögel, die nicht von Menschen gefüttert wurden, haben den Winter nicht überlebt. Nun scheint der lang ersehnte Frühling endlich zu kommen und damit beginnen die Vögel, nach einem geeigneten Nistplatz zu suchen. Sie sollten nun absolut in Ruhe Gelegenheit haben, Nester anzulegen und den Nachwuchs auszubrüten. Der Gesetzgeber schreibt deswegen vor, dass vom 1. März bis 30. September keine Rodungsarbeiten an Sträuchern und Hecken vorgenommen werden dürfen. Also heißt es jetzt auf Säge- und radikale Aufräumarbeiten im Garten zu verzichten, damit der ausgedünnte Vogelbestand sich auch erholen kann!
Barbara Kemper
1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Iserlohn und Umgebung e.V.
Email an die Untere Jagdbehörde vom 12.01.2010 zum Thema:
Wildfütterung in Notzeiten
Nach mehreren Anfragen bzw. massiver Beschwerden der Bürger, die aus unserer Sicht als völlig gerechtfertigt und auch bestätigt angesehen werden müssen, wenden wir uns heute an Sie mit der Frage, warum der lt. § 23 Bundesjagdgesetz vorgeschriebene Schutz des Wildes vor Futternot, von den Jagdausübungsberechtigten so gut wie nie eingehalten wird, und was dagegen von Ihrer Seite her unternommen werden kann.
Zur Zeit ist das Wild wohl unbestritten, durch die extremen Witterungs- und Bodenverhältnisse, an der Aufnahme geeigneter Nahrung gehindert. Zumindest im Jagdbezirk der Edelburg, Raum Oesbern, konnte der Tierschutzverein Iserlohn und Umgebung e.V., keinerlei Wildfütterungsstellen ausmachen. Im Gegenteil: Im Waldbezirk an der Wolfskuhle schimmelt und fault eine umgekippte ehemalige Futterkrippe seit Jahren vor sich hin. (Fotos davon können auf Wunsch gemailt werden.) Laut Aussagen von mehreren Bürgern sollen die Zustände in den Jagdbezirken um Iserlohn und Menden so ähnlich sein. Wildfütterung ist nirgendwo erkennbar.
Dies entspricht weder der Landschaftspflege, zu der Jagdausübungsberechtigte lt. Gestz verpflichtet sind, noch der Verpflichtung, Wild in Notzeiten vor Hunger zu bewahren, also die so oft angeführte und angeblich intensiv betriebene Hege des Wildes.
Über eine Stellungnahme würden wir uns freuen und verbleiben
mit freundlichen Grüßen
Barbara Kemper
1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Iserlohn und Umgebung e.V.
Vogelfütterung in Notzeiten
Der Tierschutzverein Iserlohn und Umgebung e.V. weist aus gegebenem Anlass auf die dringende Unterstützung der wildlebenden Vögel durch die Zufütterung der Menschen hin.
Seit Wochen herrschen extreme Witterungsbedingungen, strenger Frost und eine geschlossenen Schneedecke machen den Vögeln die Nahrungssuche schwer oder sogar unmöglich. Zum Wochenende sollen sich die Bedingungen durch weiteren Neuschnee noch einmal verschlechtern. Viele Tiere sind schon jetzt sehr geschwächt. Dies trifft besonders viele Singvögel, die wegen der normalerweise milden Winter nicht mehr gen Süden fliegen, sondern hier in heimischen Gefilden bleiben.
Alle Bürger sind aufgerufen, den Vögeln, die im Sommer viel nützliche "Arbeit" leisten, wie z.B. Blattläuse und andere Gartenschädlinge vertilgen, zu helfen, in dem artgerechte Vogelnahrung wie Meisenknödel, Körner-, Streu- und Fettfutter ausgelegt wird. Wichtig ist dabei die regelmäßige Fütterung, denn die Vögel verlassen sich darauf. Wird die Fütterung unterbrochen, verharren die Vögel an der Futterstelle und warten. Dabei vergeht dann wertvolle Zeit, da die Tage jetzt sehr kurz sind, in denen sich die Vögel selbst um Futtersuche bemühen.
Der Tierschutzverein Iserlohn bittet noch einmal herzlich darum, die Vögel zu versorgen! Die Freude, die man mit ihnen dann im Sommer hat, rechtfertigt den geringen Aufwand der Fütterung und bewahrt viele Vögel vor einem grausamen Hungertod.
Barbara Kemper
1. Vorsitzende des Tierschutzvereins Iserlohn und Umgebung e.V.